Arbeitsweise/Philosophie

Was ist das Besondere an der Familienwerkstatt, was kann sie und was will sie?

„Guter Rat ist nicht dazu da, um sich blind nach ihm zu richten. Man soll ihn vielmehr ernst nehmen, damit experimentieren, darüber diskutieren, ihn ausprobieren und vielleicht wieder verwerfen – sich in erster Linie von ihm inspirieren lassen.“

Jesper Juul

Viele Eltern suchen in Einrichtungen der Familienberatung dringend nach Unterstützung in akuten, als problematisch empfundenen Situationen innerhalb ihrer Familie. Gern nehmen sie konkrete Ratschläge an, um in der Regel ein „Funktionieren“ ihrer Kinder und eine Harmonisierung des Familienlebens zu erreichen.

Die Familienwerkstatt will helfen, ein Zusammenleben zu entwickeln, welches den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht zu werden versucht. Sie folgt der Grundphilosophie, dass jedes Symptom bzw. Verhalten eines Familienmitglieds sinnvoll ist.

Auffällige Verhaltensweisen sagen nie nur etwas über die einzelne Person, sondern zeigen ein Ungleichgewicht im Zusammenspiel des gesamten Familiensystems. Symptome werden in diesem Zusammenhang als „Wachmacher“, als Einladung zu Veränderungsprozessen betrachtet. Der Symptomträger wiederum ist aus dieser Perspektive jemand, der anzeigt, dass die Familie sich in einem Veränderungsprozess befindet bzw. in einen solchen eintritt.

Ich möchte im Dialog mit Ihnen den Blick auf die Ressourcen und Möglichkeiten für erwünschte Veränderungen weiten. Ich lade Sie ein, sich aus unterschiedlichen Perspektiven heraus gegenseitig besser wahrzunehmen und zu verstehen. Die Sprache soll dabei frei von Vorwürfen und Schuldzuweisungen sein.

Insofern mache ich Ihnen das Angebot, den Raum Ihrer Möglichkeiten durch neue Sichtweisen zu erweitern. Eigene Werte können im Dialog mit anderen Eltern beleuchtet, formuliert und auf Tauglichkeit für gelingende Beziehungsarbeit hinterfragt werden.